Sichtbar, engagiert, authentisch
Für ein lesben-, schwulen-, trans-, inter- und queerfreundliches München

Erfolge

Mit Engagement und Verstand für unsere Sache im Münchner Rathaus und im Bezirksausschuss.

18 Jahre regierte Rosa Liste unter Oberbürgermeister Christian Ude bis 2014 im Rathaus mit. Rot-Grün-Rosa hat in dieser Zeit München zu einer bunten und liebenswerten europäischen Metropole gemacht. Auch als muntere Opposition konnten wir seit 2014 einiges erreichen. Lesben, Schwule, alle Queers sind akzeptierter und sichtbarer wie nie zuvor. Wir werden von Medien, Öffentlichkeit, Stadtverwaltung und -politik nicht mehr übersehen. Wir machen Politik auf gleicher Augenhöhe.

Wir haben Meilensteine für ein lesben- und schwulenfreundliches München gesetzt:

  • Die Projektelandschaft wurde erhalten und ausgebaut: z.B. wurden LeTRa und Sub personell und räumlich erweitert.
  • Das schwule Kommunikations- und Kulturzentrum Sub konnte in neue städtische Räume umziehen.
  • Lange von Rosa Liste gefordert, wurde im Oktober 2018 im Stadtrat die Errichtung eines Lesbenzentrums in der Müllerstraße (zur Ergänzung von LeTRa) beschlossen, das kurz vor der Eröffnung steht.
  • Das erste SchwulLesBisch-Queere Jugendzentrum “diversity” wurde eröffnet.
  • Rosa Altenarbeit wurde begonnen: z.B. eine Beratungsstelle eingerichtet und ein schwules Altenwohnprojekt gefördert.
  • Seit 1997 besteht ein städtischer Runder Tisch zur Gleichstellung von Lesben, Schwulen, von allen queeren Menschen.
  • Die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen wurde 2002 eingerichtet und ausgebaut.
  • Mit der Münchner Regenbogen-Stiftung entstand die erste kommunale Stiftung für Lesben, Schwule und trans* Menschen. In den ersten drei Jahren wurde eine Aufstockung um neunzigtausend Euro durch die Stadt erreicht.
  • Gegen den bayerischen Sonderweg, dass Lebenspartnerschaften beim Notar (bis 2009) zu schließen sind, wurde das Münchner Standesamt 2001 sofort für – die vor der Ehe-Öffnung bestehenden – Lebenspartnerschaftsschließungen (mit Notar) geöffnet.
  • Sichtbarkeit und Teilhabe von Lesben wurde zu einem Jahresschwerpunkt in der Verwaltung gemacht.
  • Für städtische Mitarbeiter*innen und Vorgesetzte werden Antidiskriminierungstrainings und Fortbildungen zum Coming-out am Arbeitsplatz angeboten.
  • Ein Antidiskriminierungszusatz bei städtischen Stellenausschreibungen wurde schon vor dem AGG Pflicht.
  • Schwul-lesbische Aufklärungsarbeit und Weiterbildungsangebote in städtischen Schulen und Kindertagesstätten werden durchgeführt.
  • Grüne und RosaListe hatten als Opposition in den letzten Jahren nur teilweise Erfolg mit ihren Forderungen nach Schaffung neuer sozialer Stellen für die queere Community. Besonders nach erschreckenden Erkenntnissen weiter bestehender Diskriminierung an Münchner Schulen in der Schulklimabefragung 2018 sind von uns geforderte, dringend benötigte Stellen von der schwarz-roten Rathausmehrheit noch nicht bewilligt.
  • Der Christopher Street Day mit Straßenfest, Politparade, Regenbogenbeflaggung und Rathaus-Clubbing ist zu einem Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt geworden. Seit einigen Jahren wurde das CSD-Wochenende zu einer Pride-Week erweitert, die mit dem lesbischen Angertorstraßenfest beginnt. Dazu wurden vom Stadtrat sichere Rahmenbedingungen beschlossen. Auf unsere Bitte hat Oberbürgermeister Christian Ude 1994 die Schirmherrschaft übernommen, sprach seit 1996 und führte seit 2001 mit Rosa Liste die Parade an, was seit 2014 von seinem Nachfolger Dieter Reiter fortgeführt wird.
  • Gaststätten- und Veranstaltungsrichtlinien wurden liberalisiert: die Sperrstunde fiel; vor Lokalen, bei Straßenfesten und beim CSD darf draußen länger gefeiert werden.
  • Mit der Partnerstadt Kiew wurde eine Szenepartnerschaft begonnen und der KiewPride städtisch unterstützt.
  • Während der Pride Week 2019 gab es im Münchner Zoo Hellabrunn eine – von der RosaListe initiierte – Premiere: Queere, schnell ausgebuchte Zooführungen, die unter anderem gleichgeschlechtliche Aktivitäten und Transsexualität unter Tieren vor Ort zeigten. Das queere Ereignis erzeugte internationale Aufmerksamkeit weit über München und Deutschland hinaus: Über 100 Medien berichteten vom queeren Event. Rosa Liste wird auch weiterhin das moderne Konzept unterstützen, zoologisch-sexuelle Diversity in unserem städtischen Tierpark zu zeigen.
  • Ein Aids-Memorial wurde auf dem Sendlinger-Tor-Platz errichtet.
  • Im Juni 2017 wurde das lange von Rosa Liste geforderte Denkmal für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus an der Ecke Dultstraße/Oberanger eingeweiht. Wir veranstalten dort jährlich am 20. Oktober eine Gedenkveranstaltung. Die ersten Stolpersteine wurden im Oktober 2017 zur Erinnerung an ermordete Schwule in der Pestalozzi- und Baumstr. verlegt und in der Pride Week im Juli 2019 eine Gedenktafel für den schwulen Max Ursprung in der Dreimühlenstr. 28 – ganz im Sinne einer langjährigen Forderung der Rosa Liste.
  • Nach der Umgestaltung des Platzes der Opfer des Nationalsozialismus erinnert eine Gedenkinschrift auch an den Verfolgungsgrund “sexuelle Identität“
  • Veranstalter werden zum Thema „Hassmusik“ sensibilisiert; dazu fand ein Stadtratshearing statt.
  • Lesben, Schwule und Trans* Menschen werden Teil der Stadtgeschichte: ein Themengeschichtspfad „Lesben und Schwule in München“ wurde schon in 3. Auflage unter entscheidender Mitarbeit unseres Mitgliedes Albert Knoll herausgegeben; queere Stadtführungen werden organisiert; das Stadtmuseum hat 2019 eine Sammlung begonnen, und nimmt Lesben, Schwule und Trans* Menschen bei Ausstellungen, z.B. zum CSD, in den Blick.
  • Der Zuschuss für das Forum Homosexualität wurde für 2019 um 50% erhöht.
  • Plätze wurden benannt nach Rainer Werner Fassbinder und Karl-Heinrich Ulrichs (dort wo auch der queere Integrations-Maibaum errichtet wurde).
  • Für ihr lesben- und schwulenpolitisches Engagement wurden Lising Pagenstecher, Guido Vael und Josef Stückl mit „München leuchtet – den Freundinnen und Freunden Münchens“ geehrt.
  • Das Tourismusamt wirbt aktiv um schwul-lesbische Tourist*innen; dazu wurde eine Marketingstudie durchgeführt.
  • Schwul-lesbischen Sportvereinen werden Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.
  • Die EuroGames 2004 mit über 5000 Teilnehmer*innen aus 40 Ländern wurden unterstützt, Sportler*innen geehrt und am Rathaus eine Gedenkinschrift angebracht.
  • Eine Erweiterung des weltweit ältesten (seit 2005) queeren Weihnachtsmarktes Pink Christmas auf dem Stephansplatz wurde im Bezirksausschuss erreicht.
  • Auch das queere, internationale Chorfestival „Various Voices“, das sich 1997 (54 Chöre, 9 Länder) und 2018 (100 Chöre, 19 Länder) in München traf, wurde gefördert.
  • Rosa Liste ist wachsam, wenn anderen Parteien Verständnis und Sensibilität für queere Anliegen fehlen und sie queere Anliegen übergehen. So wurden 2016 die im Rahmen der Respektkampagne auf dem Gärtnerplatz beantragten und im Unterausschuss gegen die Stimmen der Rosa Liste abgelehnten Veranstaltungen der LesMamas (Picknick lesbischer Mütter mit ihren Kindern), Philhomoniker (kurzes Konzert) und diversity (Actionpainting) durch den Einsatz unserer Mandatsträger und unseres Bezirksbürgermeisters in der Sitzung des Bezirksausschusses „Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt“ mit großer Mehrheit genehmigt.