Alexander Miklosy - Stadtratskandidat Platz 3 und Bezirksausschusskandidat Platz 1 der Rosa Liste

Es gibt keine Gesellschaft, die ohne Vielfalt erfolgreich sein kann. Bereits mehrere wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass erst durch verschiedene Kräfte und Ansichten ein ausgewogenes Ganzes entsteht. Im Grunde ist dieser Aspekt einer der Grundpfeiler jeder Demokratie.


Diese Meinung verlangt freilich auch Toleranz. Toleranz gegenüber anders Aussehen, anders Denken, anders Handeln, anders Glauben, anders Leben. Alles natürlich immer im Rahmen von gesellschaftlichen Spielregeln, die durch die Gemeinschaft aufgestellt und in Gesetzen möglichst praktikabel verankert werden.

 

Wir im Stadtbezirk 2 in München, wo ich seit 30 Jahren wohne, haben eine vielfältige Mischung von Mitbürgern, die selbst Toleranz zu leben versuchen und dadurch eine Basis für ein friedliches Miteinander geschaffen haben. Vertreten sind alle größeren Religionen, ethnischen Gruppen und eine Vielzahl an Nationalitäten. Es gibt – wie im richtigen Leben – auch Ärger oder Streitigkeiten, aber wie gut der Zusammenhalt funktioniert, zeigt sich gerade in Ausnahmesituationen.

 

Beispiel dafür ist der rechtsradikal geprägte Übergriff vor 15 Jahren in der Zennettistraße, als dem lebensgefährlich bedrohten Bürger von einem Passanten beherzt zu Hilfe geeilt wurde. Zwar zufällig und nicht besonders wichtig, aber doch symbolisch für das Zusammenleben, ist die Konstallation, dass die beiden Personen türkischer und griechischer Abstammung sind. Man hilft sich eben – egal woher man stammt.

 

Symbolträchtig habe ich auch meine Wahl zum Bezirksausschuss Vorsitzenden in diesem Viertel empfunden. Ich darf als Vertreter aus einer Minderheit das gesamte Gremium nach außen vertreten. Dabei spielen die schwul-lesbischen Themen nicht die Hauptrolle, aber es wenden sich Bürger aus der Comunity gerne vertrauensvoll an uns aus der Rosa Liste. Aber bei weitem nicht nur aus der Comunity, denn betrachten wir es in letzter Konsequenz: Zu irgendeiner Minderheit gehört jeder Mensch. Das kann man auch als Persönlichkeit bezeichnen.