Mit Engagement und Verstand weiter für unsere Sache im Rathaus

Rosa Erfolge müssen bleiben

1996 haben Lesben und Schwule mit Rosa Liste einen Platz im Stadtrat geschafft. Das ist einmalig in Europa. Seit fast 18 Jahren regiert Rosa Liste im Rathaus mit. Rot-Grün-Rosa hat München zu einer bunten und liebenswerten europäischen Metropole gemacht. Lesben, Schwule und Transgender sind akzeptierter und sichtbarer wie nie zuvor. Wir werden von Medien, Öffentlichkeit, Stadtverwaltung- und -politik nicht mehr übersehen. Wir machen Politik auf gleicher Augenhöhe.

Wir haben Meilensteine für ein lesben- und schwulenfreundliches München gesetzt:

  • Die Projektelandschaft wurde erhalten und ausgebaut: z.B. wurden LeTra und Sub personell und räumlich erweitert.

  • Das schwule Kommunikations- und Kulturzentrum Sub konnte in neue städtische Räume umziehen.

  • Das erste SchwulLesBische Jugendzentrum "diversity" wurde eröffnet.

  • Rosa Altenarbeit wurde begonnen: z.B. eine Beratungsstelle eingerichtet und ein schwules Altenwohnprojekt gefördert.

  • Seit 1997 besteht ein städtischer Runder Tisch zur Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender.

  • Die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen wurde 2002 eingerichtet und ausgebaut.

  • Sichtbarkeit und Teilhabe von Lesben wurde zu einem Jahresschwerpunkt in der Verwaltung gemacht.

  • Für städtische Mitarbeiter*innen und Vorgesetzte werden Antidiskriminierungstrainings und Fortbildungen zum Coming-out am Arbeitsplatz angeboten.

  • Schwul-lesbische Aufklärungsarbeit und Weiterbildungsangebote in städtischen Schulen und Kindertagesstätten werden durchgeführt.

  • Ein Antidiskriminierungszusatz bei städtischen Stellenausschreibungen wurde Pflicht.

  • Der Christopher Street Day mit Straßenfest, Politparade, Regenbogenbeflaggung und Rathaus-Clubbing ist zu einem Highlight im Veranstaltungskalender der Stadt geworden. Dazu wurden vom Stadtrat sichere Rahmenbedingungen beschlossen. Auf unsere Bitte hat Oberbürgermeister Christian Ude 1994 die Schirmherrschaft übernommen, spricht seit 1996 und führt seit 2001 mit Rosa Liste die Parade an.

  • Gaststätten- und Veranstaltungsrichtlinien wurden liberalisiert: die Sperrstunde fiel; vor Lokalen, bei Straßenfesten und beim CSD darf draußen länger gefeiert werden.

  • Gegen den bayerischen Sonderweg, dass Lebenspartnerschaften beim Notar (bis 2009) zu schließen sind, wurde das Münchner Standesamt 2001 sofort für Lebenspartnerschaftsschließungen (mit Notar) geöffnet.

  • Mit der Partnerstadt Kiew wurde eine Szenepartnerschaft begonnen und der KiewPride städtisch unterstützt.

  • Homosexuelle NS-Opfer werden nicht mehr totgeschwiegen: zur Erinnerung entsteht in der Dultstrasse ein Kunstwerk; die Stolpersteine werden unterstützt; eine Gedenktafel am Platz der Opfer des Nationalsozialismus wird den Verfolgungsgrund „sexuelle Identität“ nennen; wir veranstalten jährlich eine Gedenkfeier.

  • Veranstalter werden zum Thema „Hassmusik“ sensibilisiert; dazu fand ein Stadtratshearing statt.

  • Schwul-lesbischen Sportvereinen werden Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.

  • Die EuroGames 2004 mit über 5000 Teilnehmer*innen aus 40 Ländern wurden unterstützt, Sportler geehrt und am Rathaus eine Gedenkinschrift angebracht.

  • Das Tourismusamt wirbt aktiv um schwul-lesbische Tourist*innen; dazu wurde Marketingstudie angeregt.

  • Mit der Münchner Regenbogen-Stiftung entstand die erste kommunale Stiftung für Lesben, Schwule und Transgender. In den ersten drei Jahren wurde eine Aufstockung um neunzigtausend Euro durch die Stadt erreicht.

  • Lesben und Schwule werden Teil der Stadtgeschichte: ein Themengeschichtspfad „Lesben und Schwule in München“ wurde aufgelegt; das Stadtmuseum hat Sammlung begonnen, z.B. Vereins-Standarde des MLC oder Kunstwerk von Naomi Lawrence, und nimmt Lesben und Schwule bei Ausstellungen, z.B. zum CSD, in den Blick.

  • Ein Aids-Memorial wurde auf dem Sendlinger-Tor-Platz errichtet.

  • Für ihr lesben- und schwulenpolitisches Engagement wurden Lising Pagenstecher und Guido Vael mit „München leuchtet- den Freundinnen und Freunden Münchens“ geehrt.

  • Plätze wurden nach Karl-Heinrich Ulrichs und Rainer Werner Fassbinder benannt.