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Hass und Gewalt in Texten von Musikern der Stilrichtung Dancehall sowie Gangsta- und Porno-Rap ist ein besorgniserregender Trend, der auch in München schon zu Auseinandersetzungen geführt hat.. Die Texte fallen durch frauenverachtende und homophobe Inhalte auf und gehen zum Teil soweit, zur Gewalt gegen Frauen und insbesondere gegen Lesben und Schwule aufzurufen. Diese Entwicklung wird jetzt auf Antrag von Stadträtin Lydia Dietrich (Grüne) und Stadtrat Thomas Niederbühl (Rosa Liste) in einem Stadtratshearing thematisiert werden. Das Hearing zum Themenkomplex „Hass und Gewalt in der Musikszene" findet am 2.2.2010 im Großen Sitzungssaal im Rathaus von 9-12 Uhr statt. Das Hearing ist öffentlich - kann also von allen Interessierten besucht werden. ReferentInnen: Nora Sookee Hantzsch (Projektkoordinatorin, Cultures Interactives e.V., Berlin), "Rap in Bezug auf menschenverachtende und gewaltverherrlichende Tendenzen", Martin Giese (Musikredakteur, Hamburg), "Reggae (Ragga, Dancehall) und schwulen- und lesbenfeindliche Tendenzen".
Podium: Peter Lueg (Leiter Gewerbebehörde KVR), Klaus Jetz (Geschäftsführer Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Köln), Thomas Lechner (Veranstalter, Agentur Queerbeat) und Klaus Joelsen (Stadtjugendamt, Jugendkulturwerk).
Moderation: Frau Dr. Martina Ortner Dazu Thomas Niederbühl: „Auf Bundesebene kann man zumindest Konzerte von entsprechenden Musikern oder Gruppen, soweit sie aus anderen Ländern kommen, über Einreiseverbote verhindern, gegen deutsche Vertreter dieser Musikrichtungen ist dieses Instrument allerdings wirkungslos - ebenso wie gegen die Verbreitung über CDs. Diese Situation ist unhaltbar. Im Sinne eines umfassenden Jugendschutzes muss geklärt werden, welche Songs auf den Index genommen, welche Konzerte verboten und welche Musiker auch strafrechtlich belangt werden müssen. Es kann nicht zugelassen werden, dass Jugendliche mit Texten zugedröhnt werden, die ein fruchtbarer Nährboden für Vorurteile und Gewalt, Ausgrenzung und Diskriminierungen sein können. Ein völliges Verbot bestimmter Stilrichtungen steht selbstverständlich nicht zur Debatte." Rita Braaz, Vorstandsfrau der Rosa Liste, begrüßt das Hearing: „Neben den Verbots- und Boykottanstrengungen muss sich die Stadt München, aber auch unsere Community, intensiver mit der zunehmenden Gewaltkultur in der Musikbranche auseinandersetzen, da könnte das Hearing dazu beitragen. Wenn wir dann noch eine Selbstverpflichtung möglichst aller Veranstalter erreichen könnten, Hasssängern keine Plattform mehr zu bieten, dann wäre das ein großer Erfolg."
Verantwortlich: Thomas Niederbühl, Adlzreiterstr.12, 80337 München, 0171-8348853,
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