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Guido Vael – Pionier der Schwulen-Bewegung gestorben

Am 13. Januar ist Guido Vael im Alter von 72 Jahren verstorben. Der gebürtige Belgier kam 1977 nach München. 1980 war Guido Mitorganisator des ersten Münchner CSDs. Guido Vael gehört – wiederum als Pionier der queeren Selbstbefreiung – zu den Gründungsmitgliedern unserer Rosa Liste vor gut 30 Jahren im Herbst 1989. Zweimal kandidierte er für die Rosa Liste für den Stadtrat auf Platz 3, und zwar 1990 und 1994.

1984 begründete er auch die Münchner Aids-Hilfe und war hier bis 1989 im Vorstand. 1990-1994 gehörte er dem Vorstand der Deutschen Aidshilfe an. Im SUB wurde wurde Guido 1995 hauptamtlicher Leiter des „Projekts Prävention“, bei dem er bis 2012 mitarbeitete. Hervorzuheben sind auch seine Anti-Gauweiler-Demonstrationen im Jahr 1987, als Peter Gauweiler (CSU), damals Staatssekretär im Bayrischen Innenministerium, durch repressive Zwangsmaßnahmen auf die Aidserkrankungen reagieren wollte, z.B. Zwangs-Test und Internierung von Aids-Kranken. 2009 verlieh der damalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) Guido Vael die Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Silber.

Wir trauern mit seinen Mann Willi Giess, mit dem er 42 Jahre lang zusammen war. Für Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl, der mit Guido schon bei der ersten Rosa-Liste-Kandidatur 1990 Wahlkampf machte, ist er ein „leidenschaftlicher und erfolgreicher Kämpfer der Schwulen- und Aidshilfe-Bewegung… einer unserer Helden.“